Über den Pinot Blanc Fumé 2018 von der Weincrowd

Wenn rund 300 Weinbegeisterte – vom Hobbyschlürfer bis zum Rebenprofi – an einem gemeinsamen Wein tüfteln, ja dann entsteht was ziemlich Geniales – zum Beispiel der Pinot Blanc Fumé. Ein Gemeinschaftswerk der Weincrowd, eben dieser besagten Menge Menschen, die sich über das digitale Bilderbuch Instagram gefunden und entschieden haben, wie der perfekte Wein aussehen, schmecken und verpackt sein soll.

Die beiden Männer hinter der Weincrowd: Benni Schmitt (links auf dem Korken) und Reinhard Seidel (rechts)

Wer ist die Weincrowd?

Zwei Gesichter hinter der Crowd sind Benni Schmitt und Reinhard Seidel. Benni nutzte seine bestehende Instagram-Gefolgschaft, um die Weincrowd ins Leben zu rufen und die Crowd’ler dann abstimmen zu lassen: von der Form der Flasche über Logo, Etikett und Verschluss bis hin zum Gärverfahren des Weines – der vinophile Schwarm hat alles selbst entschieden. Und Reinhard? Der hat sich um den Inhalt gekümmert. Die Trauben des Weißburgunders stammen aus seinen rund 8 Hektar großen Weinanbauflächen im rheinhessischen Alsheim.

Den besonderen Schliff hat der Wein aber in 300-Liter Holzfässern bekommen – genau wie es sich die Weincrowd gewünscht hat. Die Agentur Studio Liaison hat sich um das Design der Etiketten gekümmert, das Logo entworfen und den Namen „Weincrowd“ mitentwickelt. Hinter der Designagentur steckt Balazs Csorvasi, Weinblogger (Corkbordell) und selbstverständlich Herzblut-Crowd’ler erster Stunde. Logo, Etikett und Korken zieren zwei Gesichter – klar, die beiden Könige der Crowd Benni und Reinhard. Stellvertretend für die vielen Menschen, die den Pinot Blanc Fumé gemeinsam in die Flasche gebracht haben symbolisieren die beiden Gesichter Vielfalt, Power und Stolz – Eigenschaften, die auch dem Weißburgunder ganz gut stehen.

Noch mehr von der Weincrowd

Es geht weiter. Der Pinot Blanc Fumé ist der erste Wein, den die Weincrowd hervorgebracht hat, aber längst nicht der letzte. Ganz frisch abgefüllt wurde ein Rosé-Wein aus der Rebsorte Portugieser (Bericht folgt in Kürze). Und auch ein Rotwein ist in Planung. Die Idee des gemeinsamen Weinmachens kommt gut an und die Beteiligung wächst stetig. Man darf gespannt sein, was die Crowd’ler noch so alles in die Flaschen zaubern. Aber zurück zum Pinot Blanc Fumé.

Der Wein wurde von der Weincrowd mitentworfen und mit viel Liebe zum Detail gestaltet und verpackt

„Ein Wein für Euch, mit Euch“

Der Pinot Blanc Fumé ist ein feiner Kerl: die Aromen in der Nase erinnern an Honig, gelbe reife Früchte, Quitten, ein bisschen Banane und ein bisschen Grünzeug, Kräuter, Wiese. Die Reifung im Holzfass wird erst im Geschmack deutlich. Hier mischen sich Noten von Honig, Karamell, getoastetem Holz und Früchten im Mund. Der Wein hat Kraft – bei einem Alkoholgehalt von 13,5 Volumenprozent keine Überraschung. Dennoch wirkt er sehr frisch, süffig und unkompliziert und gleichzeitig sehr aromatisch, cremig und mit ordentlich Schmelz, der sich keinen Millimeter von der Zunge bewegt. Ein kräftiger Weißwein, der sich nicht allzu aufdringlich und mächtig gibt. Der Pinot Blanc Fumé funktioniert wunderbar solo, macht aber auch neben einem Pasta-Gericht eine gute Figur. Und wer auf Spannung steht, der stellt sich ein paar Flaschen in den Keller und wartet ein, zwei, drei Jahre ab, was sich tut.

Zwei Flaschen des Pinot Blanc Fumé lachen aus dem Karton

Fazit

Insgesamt schmeckt der Wein sehr fruchtig, frisch und süffig. Ich persönlich bin ein großer Freund kräftiger Weißweine, die sich mit viel Cremigkeit im Mund breit machen. Balance zwischen Säure und Süße empfinde ich als angenehm – ein klassisch trocken (nicht staubtrocken!) ausgebauter Wein. Seine Entstehungsgeschichte und das Projekt der Weincrowd machen den Wein zu einem richtigen Schmankerl, das Spaß macht zu trinken. Top!

Ihr wollt Teil der Weincrowd werden? Dann folgt der Weincrowd auf Instagram und entscheidet mit!

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2 Antworten

  1. CorkBordell sagt:

    toller Artikel, habe den Wein genauso empfunden. Tolles Stöffchen 🙂

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