Über die Rotwein-Cuvée „Schwarzer Schiefer“ 2015 von Vinícola del Priorat

Bei dieser Cuvée ist der Name Programm: Der „Schwarze Schiefer“ von der Winzervereinigung Vinícola del Priorat aus Katalonien hat so einiges an Wumms, Würze und Wirkung.

„Schwarzer Schiefer“ 2015, Vinícola del Priorat

Wenn man sich den „Schwarzen Schiefer“ im Glas anschaut, dann wird’s dunkel: fast schwarzes Violett schaukelt da umher – klar, dass der Wein nach Brombeere, Himbeere und Kirsche riechen muss. Dazu kommen Aromen von Geräuchertem, Gewürze, Lakritz. Im Mund schließen sich dann noch der Geschmack von Zimt, Tabak, Holz und nicht zu wenig Schiefermineralik an. Verschnitten sind Garnacha, Carignan und Cabernet Sauvignon. Garnacha tinta – typisch spanisch – ist besonders säurearm, unterstützt die süß-fruchtigen Aromen im Wein und macht den Tropfen samtig und rund. Carignan und Cabernet sorgen für die dunkle Farbe und kräftige Tannine. Feinschliff hat der Rote 10 Monate lang im französischen Eichenfass bekommen. Für Weinfreunde, die Barriquearomatik schätzen ist dieser Wein ein vinophiles Träumchen. Mit einem Alkoholgehalt von 14,5 Volumenprozent ist die Cuvée ein Schwergewicht. Diesen vollen Körper braucht der Wein aber auch, damit Frucht und Mineralik auf der Zunge zeigen können, was sie drauf haben.

Über das Priorat

Seine Intensität hat der Wein nicht zuletzt seiner Herkunft zu verdanken: Das Priorat liegt in der katalonische Comarca, rund 150 Kilometer südlich von Barcelona inmitten der Sera de Montsant. Ein beeindruckendes Fleckchen Erde mit hochgelegenen Weinbergterrassen, Olivenhainen und steiler Hügellandschaft. Das sehr warme, trockene Klima und die schwarzen Schieferböden verleihen den Rotweinen des Priorats eine Fülle an Aromen. Die maschinelle Lese funktioniert im Priorat nicht, denn die Lagen sind zu steil und unwegsam, sodass die Winzer die Trauben von Hand lesen. Die geringen Erträge der teilweise bis zu 100 Jahre alten Rebstöcke und die hohe Qualität sorgen für geschmackliche Intensität im Glas. Zu Recht bilden Priorat und La Rioja die beiden Spitzenanbaugebiete Spaniens mit D.O.Ca-Bezeichnung.

Die Vinícola del Priorat

Die Vinícola del Priorat ist eine Vereinigung aus rund 140 Winzern und Landwirten. Neben den 210 Hektar Rebfläche kümmert sich die Vinícola auch noch um über 300 Olivenbäume, die zwischen den Weinbergen wachsen. Noch vor 30 Jahren spielte das Priorat samt Weinen keine große Rolle auf der internationalen Weinbühne. Jetzt ist das anders. Die Weine der Region zählen zu den besten Spaniens und finden weltweit Anerkennung. Zum Erfolg beigetragen haben maßgeblich zwei Herren: Álavaro Palacios – selbst aus einer Wein-Dynastie stammend – lernte sein Handwerk im Burgund unter anderem bei Christian Moueix, der die wertvollen Pomerol-Weine (z.B. aus dem Château Pétrus) produzierte. René Barbier ist der zweite wichtige Name im Zusammenhang mit dem Priorat: Ende der 70er Jahre brachte er die ersten hochkarätigen Weine aus der Region auf den Markt und verschaffte so sich selbst und dem Anbaugebiet die verdiente Aufmerksamkeit.

Fazit

Der „Schwarze Schiefer“ 2015 von der Vinícola del Priorat ist eine hervorragende Rotwein-Cuvée. Diesen Wein trinkt man nicht nebenbei. Der Jahrgang 2015 ist auf jeden Fall trinkreif, macht sich aber auch noch ein paar Jahre gut im Weinkeller – am besten mehrere Flaschen einkaufen und immer wieder probieren. Für einen Wein dieser Region ist der „Schwarze Schiefer“ ein Schnäppchen und eine absolute Empfehlung für alle, die Lust auf satt-samtigen Wumms-Wein haben.

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