Über den Chardonnay Barrique „Sperberbaum“ 2017 vom Bio-Weingut Neuspergerhof in der Pfalz

Dieser Weißwein braucht Platz, vor allem im Mund.

Da drängen sich Honig, Banane und knackige Birne zwischen Vanilleschoten und getoastetem Holz – alles geordnet wie in einer Schlange vor der Supermarktkasse, schön hintereinander, lückenlos, unaufgedrängt, aber sehr dicht.

Aber der Wein macht schon weit vor dem ersten Schluck Spaß: Goldgelb funkelt der Chardonnay im Glas und zieht beim Schenken weite Kirchenfenster mit einer Schwerfälligkeit, die die 13,5% Alkoholgehalt erahnen lässt. Und dann melden sich Banane, Passionsfrucht und Eichenholz lautstark in der Nase. Kein Platz für Schnickschnack, stattdessen Eleganz, Kraft und Schmelz.
Vor allem letzterer setzt dem Spektakel noch eins obendrauf: Wie ein Karamellbonbon legt sich der Wein auf die Zunge. Und da bleibt er auch recht lange.

Warum der Sperberbaum eine Rolle spielt

Diesen Chardonnay habe ich zum ersten Mal an einem Wochenende im Mai unter einem Baum getrunken, unter einem Sperberbaum. Nein, leider hat die Winzerfamilie Gradolph vom Neuspergerhof nach diesem Trinkerlebnis den Wein nicht umetikettiert, um meine Beziehung zu diesem Tropfen zu würdigen.

Tatsächlich gibt es den genannten Sperberbaum schon länger als mich.
Als Teil des Mandelpfads – einer der Weinlagen des Neuspergerhofs – wurde er zum Markenzeichen für den Chardonnay der Gradolphs. Der Chardonny Barrique gehört zur „J“-Linie des Neuspergerhofs und damit zu den Premiumweinen von Jochen Gradolph, der das Weingut zusammen mit der ganzen Familie führt.

Als Lagenwein genießt der Chardonnay besondere Zuwendung: man zupft und schneidet mit größter Sorgfalt die Trauben entlang des Mandelpfads ohne Einsatz von chemischen Pestiziden, Düngern oder Fungiziden, denn der Neuspergerhof ist ein zertifziertes Bio-Weingut. Handverlesen landen dann nur die allerschönsten Träubchen in den Bottichen und entwickeln sich zu Weinen, nach denen man Sehnsucht hat – wie dem Chardonnay Barrique.

Der Chardonnay macht sich gut im Glas

Was sonst noch drin ist

Mit einem Alkoholgehalt von 13,5 Volumenprozent ist der Chardonnay Barrique nicht die erste Wahl für lauschige Sommerabende auf der Terrasse. Umso mehr ist er ein Wein, der Spaß macht und Aufmerksamkeit verdient. Mit 2,9g/Liter Restsüße und einem Säuregehalt von 5,6g/Liter ist er ein trockener und säurearmer Zeitgenosse. Die Innenwände eines Barriquefasses hat der Chardonnay zweimal gesehen: nach zwei Monaten Gärung im Fass verbrachte er weitere sechs Monate im Barrique, um zu reifen.

Fazit

Der Chardonnay Barrique „Sperberbaum“ vom Bio-Weingut Neuspergerhof ist ein großartiger Wein für alle, die Lust auf intensive Aromen haben, die Eleganz schätzen und einen feinen, fruchtigen Wein suchen, der mit einem tollen Schmelz überzeugt

Infos zum Weingut Neuspergerhof findet ihr hier: www.neuspergerhof.de

Werbung (Markennennung, unbezahlt und unbeauftragt)

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